Das Problem ist meist nicht die Süßigkeit zwischendurch, sondern eine ständige, über den Tag verteilte Zuckeraufnahme. Produkte wie Fruchtsaft, Frühstücksflocken, aromatisierte Milch und Kekse fallen nicht auf, weil sie nicht als "Süßigkeit" gelten.

Wo sich versteckter Zucker findet

  • Fruchtsäfte und aromatisierte Milchgetränke
  • Frühstücksflocken und Müsliriegel
  • Ketchup, Fertigsoßen
  • Fruchtjoghurts
  • Kekse, Kuchen, Cracker

Auf dem Etikett kann Zucker auch unter Namen wie Glukosesirup, Fruktose, Maltodextrin oder Invertzucker auftauchen. Steht er unter den ersten drei Zutaten, ist das Produkt reich an Zucker.

Warum das wichtig ist

Karies. Neben der Zuckermenge ist auch die Verweildauer im Mund entscheidend; ein süßes Getränk, das über den ganzen Tag getrunken wird, kann schädlicher sein als eine Süßigkeit, die auf einmal gegessen wird.

Appetitrhythmus. Ein zuckerhaltiges Produkt zwischen den Mahlzeiten nimmt den Appetit auf die eigentliche Mahlzeit.

Gewicht und Stoffwechsel. Eine regelmäßig zu hohe Aufnahme wird mit Gewichtszunahme und in der Folge mit Stoffwechselproblemen in Verbindung gebracht.

Ein umsetzbarer Ansatz

Begrenzen statt verbieten ist in den meisten Familien nachhaltiger:

  • Wasser und ungesüßte Milch statt zuckerhaltiger Getränke
  • Ganze Früchte statt Fruchtsaft
  • Süßes als kleine Portion nach der Mahlzeit, nicht als Zwischenmahlzeit
  • Was nicht im Haus ist, wird auch nicht zum Streitthema
  • Süßigkeiten nicht als Mittel für Belohnung und Bestrafung einsetzen