
Im Winter gehört diese Frage zu den häufigsten von Eltern: "Friert mein Baby?" Meist ist das Problem aber nicht das Frieren, sondern das Gegenteil — Überwärmung. Babys, die in viele Schichten gekleidet, in dicke Decken gewickelt oder neben dem Ofen schlafen gelegt werden, schlafen schlechter, und das Risiko steigt. Laut dem britischen Gesundheitsdienst NHS führen zu viel Kleidung, zu viel Bettzeug oder ein zu warmes Zimmer zur Überwärmung des Babys, und das erhöht das Risiko des plötzlichen Kindstods (SIDS).
Wie warm sollte das Babyzimmer sein?
- NHS: Das Zimmer eines schlafenden Babys sollte etwa 16-20 °C haben, die Temperatur wird mit einem Raumthermometer kontrolliert.
- American Academy of Pediatrics (AAP): Statt eines festen Wertes empfiehlt sie, das Baby der Umgebung entsprechend anzuziehen und im Schlaf höchstens eine Schicht mehr zu verwenden, als ein Erwachsener in diesem Raum bequem tragen würde.
Eine praktische Faustregel: Wenn Sie in leichter Kleidung ins Zimmer kommen und weder frieren noch schwitzen, passt die Temperatur. In Wohnungen mit Ofenheizung schwankt die Temperatur im Tagesverlauf stark; ein Zimmer, das abends überheizt und gegen Morgen auskühlt, lässt sich ohne Thermometer kaum einschätzen.
Wie zieht man ein Baby im Winter an?
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Drinnen, tagsüber | Höchstens eine Schicht mehr als ein Erwachsener; dünne Lagen aus Baumwolle |
| Schlaf | Body oder Strampler plus ein der Jahreszeit angepasster Babyschlafsack oder eine dünne, leichte Decke |
| Draußen | Mehrere dünne Schichten, Mütze, Fäustlinge und Socken; Windschutz am Kinderwagen |
| Auto | Dicke Jacke im Autositz ausziehen; nach dem Anschnallen eine Decke über die Gurte legen |
Wird eine Decke benutzt, legt man das Baby so hin, dass seine Füße das Fußende des Bettes berühren, und steckt die Decke höchstens bis Schulterhöhe fest. Im Auto verhindert eine dicke Jacke, dass der Gurt eng am Körper anliegt; Einzelheiten im Beitrag zur Sicherheit im Kindersitz.
So prüfen Sie die Körperwärme Ihres Babys
Hände und Füße eines Babys sind oft kühl; das ist normal und bedeutet nicht, dass es friert. Richtig ist es, Nacken oder Brust zu fühlen:
- Warm und trocken: Die Kleidung passt.
- Verschwitzt, gerötet, feuchte Haare: Eine Schicht weglassen und das Zimmer lüften. Bei überwärmten Babys tritt auch häufig Hitzeausschlag auf.
- Kühl und blass: Eine Schicht hinzufügen.
Sicherer Schlaf gilt auch im Winter
- Das Baby schläft auf dem Rücken auf einer leeren, festen Matratze; Kissen, Bettdecken, dicke Decken, Nestchen und Kuscheltiere gehören nicht ins Bett.
- Beim Schlafen in Innenräumen keine Mütze oder Kopfbedeckung; Mütze und zusätzliche Kleidung beim Betreten des Hauses oder Einsteigen ins Auto ausziehen.
- Das Bett steht nicht neben Ofen, Heizkörper oder Heizlüfter; keine Wärmflasche und keine Heizdecke.
- In Wohnungen mit Ofen oder Gas-Durchlauferhitzer Vorsorge gegen eine Kohlenmonoxidvergiftung treffen: Den Ofen vor dem Schlafengehen löschen und die Räume regelmäßig lüften.
Bei Fieber ist es anders
Ein fieberndes Baby warm einzupacken, "damit es das Fieber ausschwitzt", staut die Hitze. Ein Baby mit Fieber wird leicht angezogen; Einzelheiten im Beitrag Fieber senken beim Baby.
Darf das Baby im Winter nach draußen?
Ein gesundes, wettergerecht angezogenes Baby kann auch im Winter kurze Spaziergänge machen. An sehr kalten, windigen Tagen oder bei hoher Luftverschmutzung bleiben die Ausflüge kurz. In den ersten Monaten erhöhen volle Innenräume wie Einkaufszentren und große Besuchsrunden das Risiko für Atemwegsinfekte. Zu Hause Mütze und dicke Kleidung sofort ausziehen.
Wann zum Arzt?
- Fieber von 38 °C oder höher, obwohl das Baby leicht angezogen ist; bei Babys unter drei Monaten sollte Fieber immer noch am selben Tag abgeklärt werden
- Sehr kalte, blasse Haut, das Baby ist schwer zu wecken oder trinkt deutlich weniger
- Schnelle oder angestrengte Atmung
Bei frühgeborenen oder untergewichtig geborenen Babys ist die Wärmeregulation empfindlicher; bei der Neugeborenen-Nachsorge erhalten Sie auf Ihr Baby zugeschnittene Hinweise. Sie können im Özel Düztepe Yaşam Krankenhaus in Şahinbey einen Termin vereinbaren.
Häufig gestellte Fragen
Der britische Gesundheitsdienst NHS empfiehlt, das Zimmer eines schlafenden Babys bei etwa 16-20 °C zu halten und mit einem Raumthermometer zu prüfen. Die American Academy of Pediatrics (AAP) nennt keinen festen Wert, sondern betont, das Baby der Umgebung entsprechend anzuziehen und Überwärmung zu vermeiden. Maßstab ist ein Raum, in dem sich ein leicht bekleideter Erwachsener wohlfühlt, weder zu warm noch zu kalt.
Kühle Hände und Füße sind normal und allein kein Zeichen für Frieren. Fühlen Sie den Nacken oder die Brust Ihres Babys: Sind sie warm und trocken, passt die Temperatur; sind sie verschwitzt und sehr warm, eine Schicht weglassen; sind sie kühl, eine Schicht hinzufügen.
Schwitzen im Schlaf bedeutet meist, dass das Baby zu warm angezogen oder das Zimmer zu warm ist. Eine Schicht Kleidung oder Decke weglassen und das Zimmer lüften. Kommen Fieber, schlechteres Trinken oder Atemprobleme hinzu, sollte das Baby ärztlich untersucht werden.
Nein. Babys geben überschüssige Wärme zu einem großen Teil über Kopf und Gesicht ab. Der NHS rät, Mütze und zusätzliche Kleidung abzunehmen, sobald man ins Haus kommt oder ins Auto steigt, auch wenn das Baby dabei aufwacht. Beim Schlafen in Innenräumen sollte keine Kopfbedeckung getragen werden.
Ein gesundes, wettergerecht angezogenes Baby kann für kurze Zeit nach draußen. Bei sehr kaltem, windigem Wetter die Ausflüge kurz halten und in den ersten Monaten volle Innenräume möglichst meiden. Bei Frühgeborenen oder chronisch kranken Babys fragen Sie Ihren Arzt.
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