Vitamin D wirkt eher wie ein Hormon als wie ein Vitamin: Es spielt eine Schlüsselrolle bei der Knochenentwicklung, der Immunabwehr und der Muskelfunktion. Es wird durch Sonnenlicht in der Haut gebildet — doch aufgrund der modernen Lebensweise und von Schutzmaßnahmen ist ein Mangel bei Kindern noch immer sehr verbreitet.

Warum ist ein Mangel so häufig?

  • Der niedrige Vitamin-D-Gehalt der Muttermilch
  • Aufwachsen in geschlossenen Räumen, Sonnenschutzmittel (sie sind zwar notwendig, verringern aber die Produktion)
  • Dunkler Hautton, Wintermonate
  • Mangel der Mutter während der Schwangerschaft

Anzeichen

Ein leichter Mangel verläuft meist stumm. Bei Fortschreiten: verzögerter Zahndurchbruch • spätes Schließen der Fontanelle • Erweichung der Knochen/Verkrümmung der Beine (Rachitis) • Muskelschwäche, Gedeihstörung • häufige Infektionen • Knochen- und Muskelschmerzen bei größeren Kindern

Leitfaden zur richtigen Anwendung

  • Beginn: Ab der Geburt, innerhalb der ersten Woche
  • Dosis: 400 IE pro Tag (routinemäßiger Schutz); wird ein Mangel festgestellt, legt der Arzt die Behandlungsdosis fest
  • Wie: Tropfen direkt in den Mund oder auf einen Löffel; bei Zugabe zur Säuglingsnahrung sicherstellen, dass alles verzehrt wird
  • Ein vergessener Tag wird am nächsten Tag nicht verdoppelt
  • Nach dem 1. Lebensjahr: eine Fortsetzung das ganze Jahr über oder mindestens von Oktober bis April ist bei den meisten Kindern sinnvoll

Auch ein Vitamin-D-Überschuss ist schädlich (hochdosierte Ampullen/Megadosen sollten nicht eigenmächtig angewendet werden).

Zur gemeinsamen Planung mit einer Eisengabe: Eisenmangelanämie