Eine Nahrungsmittelallergie ist eine abnorme Reaktion des Immunsystems auf ein bestimmtes Lebensmittel. Sie tritt bei etwa 5–8 % der Kinder auf; die häufigsten Auslöser sind Kuhmilch, Ei, Erdnüsse und Schalenfrüchte (Nüsse), Weizen, Soja, Fisch und Schalentiere/Meeresfrüchte.

Symptome

  • Haut: Nesselsucht (Urtikaria), Schwellung von Lippen und Gesicht, Aufflammen eines Ekzems
  • Verdauung: Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, blutiger und schleimiger Stuhl (typisch bei Kuhmilchallergie bei Babys)
  • Atmung: Niesen, laufende Nase, pfeifende Atmung (Giemen)
  • Anaphylaxie: Eine schwere, sich rasch entwickelnde Reaktion, die mehrere Systeme betrifft — dies ist ein Notfall

Die Symptome können innerhalb von Minuten nach dem Verzehr des Lebensmittels (IgE-vermittelt) oder erst Stunden bis Tage später (nicht-IgE) auftreten.

Diagnose

Grundlage der Diagnose ist eine ausführliche Anamnese; Hauttests und Bluttests (spezifisches IgE) ergänzen die Anamnese. In unserer Praxis wird eine Allergiebeurteilung durchgeführt. Mit unbewiesenen Methoden (Haaranalyse, IgG-Panels) lässt sich keine Diagnose stellen; unnötige Diäteinschränkungen beeinträchtigen das Wachstum des Kindes.

Management

  1. Vermeidung des auslösenden Lebensmittels — die Gewohnheit, Etiketten zu lesen, sollte entwickelt werden
  2. Bei Kindern mit Anaphylaxierisiko: Mitführen eines Adrenalin-Autoinjektors und Information der Schule
  3. Regelmäßige Nachsorge: Der Großteil der Milch- und Eiallergien verschwindet bis zum Schulalter von selbst; die Toleranzentwicklung wird kontrolliert getestet