
Schleim ist ein schützendes Sekret, das die Atemwege produzieren, um Keime und Fremdpartikel hinauszubefördern. Während Infektionen nimmt er zu; Kinder verschlucken den Schleim meist, anstatt ihn auszuspucken — das ist harmlos und wird mit dem Stuhl ausgeschieden.
Ursachen
- Erkältung und andere virale Infektionen der oberen Atemwege (am häufigsten)
- Bronchitis, Bronchiolitis, Lungenentzündung
- Postnasaler Sekretfluss bei allergischer Rhinitis (verursacht besonders morgendlichen Husten)
- Belastung durch Zigarettenrauch
Was sagt die Farbe des Schleims aus?
Gelb-grüner Schleim bedeutet für sich allein nicht, dass eine bakterielle Infektion vorliegt oder Antibiotika nötig sind; während des Genesungsprozesses kann die Farbe dunkler werden. Wichtig sind der Verlauf des Fiebers, der Allgemeinzustand und ob die Dauer sich verlängert. Blutiger Schleim erfordert hingegen immer eine ärztliche Untersuchung.
Um den Schleim zu Hause zu lösen
- Reichlich Flüssigkeit (der natürlichste Schleimlöser ist Wasser)
- Nasenspülung und Absaugen (bei Babys)
- Befeuchtung der Raumluft; ein rauchfreies Zuhause
- Ab 1 Jahr abends ein halber bis ein Teelöffel Honig (unter 1 Jahr ist Honig verboten)
- Rezeptfreie Schleimlöser und Hustensäfte werden unter 6 Jahren nicht empfohlen
Wann sollte man zum Arzt?
Ein produktiver Husten, der länger als 3 Wochen anhält und von hohem Fieber, schneller Atmung, Pfeifgeräuschen (Giemen) oder mangelnder Gewichtszunahme begleitet wird, muss unbedingt abgeklärt werden. Bei einem seit Monaten anhaltenden Husten mit reichlich Schleim werden chronische Erkrankungen wie Bronchiektasen untersucht.
Häufig gestellte Fragen
Nein; die Magensäure macht die Keime unschädlich. Es kann Erbrechen auslösen, was in der Regel harmlos ist.
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