Windeldermatitis entsteht, wenn die Kombination aus Feuchtigkeit, Reibung und Kontakt mit Urin und Stuhl die Hautbarriere im Windelbereich stört. Fast jedes Baby erlebt sie mindestens einmal; mit der richtigen Routine lässt sie sich sowohl vorbeugen als auch schnell heilen.

Die goldenen Regeln von Vorbeugung und Behandlung

  1. Häufiges Wickeln — eine nasse Windel sollte nicht liegen bleiben; während einer Durchfallphase noch häufiger.
  2. Reinigung mit Wasser: Wenn möglich warmes Wasser und ein weiches Tuch; falls Feuchttücher verwendet werden, sollten sie parfümfrei und alkoholfrei sein.
  3. Vollständig trocknen — durch Tupfen, nicht durch Reiben.
  4. Barrierecreme: Bei jedem Wechsel eine dicke Schicht Creme mit Zinkoxid. Die vorherige Creme nicht vollständig abkratzen, sondern darüber erneuern.
  5. Windelfreie Luftpausen: Den Bereich mehrmals täglich für 10-15 Minuten offen zu lassen, beschleunigt die Heilung deutlich.
  6. Passende Windelgröße, nicht zu eng.

Wie unterscheidet man eine Pilz-Windeldermatitis

Eine Dermatitis, die länger als 3 Tage anhält, leuchtend/kräftig rot ist, auch die Hautfalten betrifft und an den Rändern punktförmige „Satellitenherde" aufweist, ist meist durch Candida (Pilz) bedingt → mit einer normalen Windelcreme heilt sie nicht ab und erfordert eine Antimykotikum-Creme (auf ärztliche Empfehlung).

Kommen Sie zum Arzt

  • Eine Windeldermatitis, die sich innerhalb von 3 Tagen nicht bessert
  • Mit Flüssigkeit oder Eiter gefüllte Bläschen, offene Wunden, Blutungen
  • Begleitendes Fieber
  • Ein Ausschlag, der sich über den Windelbereich hinaus ausbreitet

In Phasen von Antibiotikaeinnahme und Durchfall tritt Windeldermatitis häufiger auf — die Barrierepflege sollte in diesen Phasen intensiviert werden.

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Dieser Inhalt dient zu Informationszwecken; wenden Sie sich für Diagnose und Behandlung an Ihren Arzt. — Uzm. Dr. Hasan Keleş