Trockene, juckende, gerötete Haut... Atopische Dermatitis betrifft etwa 15-20 % der Babys. Die Wurzel des Problems ist eine geschwächte Hautbarriere: Feuchtigkeit entweicht, Reizstoffe und Allergene dringen ein, und der Juckreiz-Rötungs-Kreislauf beginnt.

Erscheinungsbild nach Alter

  • Säuglingsalter: Wangen, behaarte Kopfhaut, Außenseiten von Armen und Beinen
  • Kindheit: Ellenbeugen, Kniekehlen, Hals, Hand- und Fußgelenke

Im Winter trocknen auch Lippen und Mundpartie häufig aus; zur Lippenpflege lesen Sie unseren Beitrag über aufgesprungene Lippen bei Kindern.

80 % der Behandlung: tägliche Hautpflege

  1. Befeuchten — mindestens 2-mal täglich, reichlich. Bevorzugen Sie parfümfreie, reichhaltige Creme-/Salbenformeln. Das ist das Rückgrat der Ekzempflege.
  2. „Einweichen und versiegeln“: ein 5-10-minütiges lauwarmes Bad (nicht heiß!), statt Seife ein an den Haut-pH-Wert angepasstes Reinigungsmittel, mit einem Handtuch trocken tupfen, Feuchtigkeitscreme innerhalb von 3 Minuten.
  3. Auslöser reduzieren: Baumwolle statt Woll-/Synthetikkleidung; Verzicht auf parfümierte Wasch- und Weichspülmittel; übermäßige Hitze und Schwitzen; kurz gehaltene Fingernägel.

Beim Schub

Eine vom Arzt empfohlene kortisonhaltige Creme in passender Stärke, kurzfristig und richtig angewendet, verändert die Spielregeln. Ein wegen „Kortison-Angst“ unbehandelt gelassenes Ekzem stört sowohl den Schlaf als auch die Lebensqualität des Kindes und bereitet den Boden für Infektionen.

Wenn das Ekzem mit diesen Befunden einhergeht, ist eine Allergieabklärung nötig

  • Ausgedehntes, hartnäckiges Ekzem, das auf das Eincremen nicht anspricht
  • Verschlechterung bei der Nahrungsaufnahme, blutiger Stuhl, Erbrechen
  • Eine ausgeprägte Allergievorgeschichte in der Familie Kinder mit Ekzem werden auch im Hinblick auf Asthma und allergische Rhinitis beobachtet (der „atopische Marsch“).

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Dieser Inhalt dient nur zur Information; wenden Sie sich zur Diagnose und Behandlung an Ihren Arzt. — Uzm. Dr. Hasan Keleş