Bei einer vorübergehenden Verstopfung wie bei einer Erkältung ist Schnarchen zu erwarten. Regelmäßiges, über Nächte hinweg anhaltendes Schnarchen sollte dagegen abgeklärt werden; die häufigste Ursache bei Kindern sind vergrößerte Rachen- und Gaumenmandeln.

Worauf Sie achten sollten

  • Die Atmung setzt nachts im Schlaf kurz aus und kehrt dann mit einem tiefen Atemzug zurück
  • Schlafen mit offenem Mund, Liegen mit nach hinten überstrecktem Hals
  • Starkes Schwitzen, unruhiger Schlaf, häufiger Positionswechsel
  • Morgens trockener Mund und Kopfschmerzen
  • Müdigkeit am Tag, Konzentrationsschwäche, Unruhe
  • Nachlassende schulische Leistungen
  • Für das Alter unzureichende Gewichtszunahme

Da diese Befunde darauf hindeuten können, dass die Atmung im Schlaf beeinträchtigt ist, ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

Ursachen

Am häufigsten sind vergrößerte Rachenmandeln (Adenoide) und Gaumenmandeln. Auch eine allergisch bedingte verstopfte Nase, eine Nasenscheidewandverkrümmung, Übergewicht und bestimmte anatomische Besonderheiten können dazu beitragen.

Was bei der Abklärung gemacht wird

Anamnese und Untersuchung sind der erste Schritt. Ein kurzes Video, das die Familie nachts aufnimmt, ist für den Arzt sehr aufschlussreich. Falls erforderlich, können eine HNO-ärztliche Abklärung, eine Röntgenaufnahme des Nasenrachens oder eine Schlafuntersuchung veranlasst werden.

Warum das wichtig ist

Wenn die Atmung im Schlaf immer wieder unterbrochen wird, kann das Kind nicht in den Tiefschlaf gelangen. Hält dieser Zustand länger an, kann er sich auf Wachstum, Aufmerksamkeit und Verhalten auswirken.