Die Frage, die Eltern am häufigsten stellen: „Ab wie vielen Grad ist es gefährlich?" Die Wahrheit ist, dass nicht die Temperatur allein, sondern das Gesamtbild entscheidend ist. Ein Kind mit 38,5°C Fieber, das spielt, ist weitaus sicherer als ein Kind mit 38°C Fieber, dessen Bewusstsein getrübt ist.

Kritische Schwellenwerte nach Alter

Alter Situation, die eine notfallmäßige Beurteilung erfordert
0-3 Monate ≥ 38°C — immer ein Notfall
3-6 Monate ≥ 38,5°C und Unruhe
6 Monate - 18 Jahre ≥ 40°C, nicht sinkendes Fieber oder begleitende Warnsignale

10 Warnsignale — Suchen Sie ohne Zögern Hilfe

  1. Ein Hautausschlag, der unter Druck nicht verblasst (Glastest) — kann ein Zeichen für Meningitis/Sepsis sein
  2. Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit
  3. Einen Krampfanfall erleiden
  4. Schnelle, stöhnende Atmung mit Einziehungen
  5. Anhaltende Schläfrigkeit, Nicht-Aufweckbarkeit, Reaktionslosigkeit
  6. Kein Wasserlassen über mehr als 8 Stunden, trockener Mund, fehlende Tränen
  7. Nicht zu stoppendes Erbrechen
  8. Bläuliche Verfärbung der Lippen und Nägel
  9. Fieber, das länger als 72 Stunden anhält, oder ein „zweiter Gipfel", bei dem das Fieber sinkt und wieder ansteigt
  10. Die Kombination aus kalten Händen und Füßen mit hohem Fieber am Rumpf

Überwinden Sie die Fieberphobie

Bei den meisten Kindern ist die Ursache des Fiebers eine von selbst ausheilende Virusinfektion. Das Ziel ist nicht, das Fieber „auf null zu setzen", sondern das Kind zu beruhigen und auf Gefahrenzeichen zu achten. Für die richtige häusliche Pflege: Wie senkt man Fieber bei Babys?

Worauf achten wir bei nicht sinkendem Fieber?

Der Fokus bei der Untersuchung: das Trommelfell (Mittelohrentzündung), der Rachen, die Lungengeräusche, die Urinanalyse und bei Bedarf ein Blutbild. Die Quelle des Fiebers zu finden, ist immer richtiger als ein blindes Antibiotikum.