Zähneknirschen ist ein unwillkürliches Anspannen des Kiefers, das meist im Schlaf auftritt. Bei einem beträchtlichen Teil der Vorschulkinder tritt es zeitweise auf, und die meisten Fälle vergehen von selbst. Bestehen jedoch Abnutzungen an den Zähnen oder Kieferschmerzen, sollte das abgeklärt werden.

Warum es auftritt

Eine einzelne Ursache gibt es nicht. Häufig genannte Faktoren:

  • Veränderungen der Kieferstellung beim Wechsel von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen
  • Eine Fehlstellung des Bisses
  • Anspannung tagsüber, Veränderungen im Tagesablauf, Schulbeginn
  • Mundatmung durch Polypen und eine verstopfte Nase
  • Unregelmäßiger Schlaf

Wann zum Zahnarzt

  • Deutliche Abnutzung oder Absplitterungen an den Zahnflächen
  • Morgens Kieferschmerzen, Kopfschmerzen oder Schmerzen rund um das Ohr
  • Geräusche oder Schwierigkeiten beim Öffnen des Mundes
  • Das Knirschen hält auch tagsüber an

Worauf zu Hause zu achten ist

Die Stunde vor dem Zubettgehen ruhig zu gestalten, die Bildschirmzeit zu verringern und eine feste Schlafenszeit einzuhalten sind häufig gegebene Empfehlungen. Schwere Mahlzeiten und gezuckerte Getränke vor dem Schlafen werden vermieden. Besteht eine verstopfte Nase, wird nach deren Ursache gesucht.

Das Kind zu ermahnen, es solle "nicht pressen", bringt nichts, da es sich um ein Verhalten handelt, das im Schlaf abläuft.

Ist eine Schutzschiene nötig

Diese Entscheidung liegt beim Zahnarzt. Im Milchzahnalter ist sie meist nicht erforderlich; bestehen an den bleibenden Zähnen Abnutzungen, kann eine Aufbissschiene für die Nacht zur Sprache kommen.