Röteln, im Volksmund auch als „Dreitagemasern" bekannt, sind eine virale Hautausschlagserkrankung, die bei Kindern meist mild verläuft. Ihre eigentliche Bedeutung liegt darin, dass sie bei einer Ansteckung während der Schwangerschaft beim Kind schwere angeborene Fehlbildungen verursachen können (konnatales Rötelnsyndrom: Hörverlust, Katarakt, Herzfehler). Die Impfung von Kindern schützt zudem die Schwangeren in der Gemeinschaft.

Symptome

  • Leichtes Fieber, Abgeschlagenheit
  • Deutliche Schwellung der Lymphknoten hinter den Ohren und im Nacken (typischer Befund)
  • Ein blassrosa bis rötlicher, feiner Ausschlag, der im Gesicht beginnt und sich auf den Rumpf ausbreitet; er verblasst meist innerhalb von 3 Tagen
  • Bei älteren Kindern können Gelenkschmerzen begleitend auftreten

Fast die Hälfte der Fälle verläuft ohne Symptome oder sehr mild.

Unterschied zu Masern

Bei Masern ist das Fieber hoch, das Kind ist hinfällig, Husten und gerötete Augen sind ausgeprägt, und der Ausschlag hält 5–6 Tage an. Bei Röteln ist das Bild mild, die Lymphknotenschwellung steht im Vordergrund, und der Ausschlag verschwindet rasch.

Behandlung und Vorbeugung

Eine spezifische Behandlung ist nicht erforderlich; Ruhe und bei Bedarf ein fiebersenkendes Mittel genügen. Der Schutz erfolgt durch die MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln) — Zusatzdosis im 9. Monat, dann im 12. und 48. Monat. Ein Kind mit Röteln sollte ab Beginn des Ausschlags 7 Tage lang von Schwangeren ferngehalten werden.

📅 Online-Termin für Ihr Kind: Uzm. Dr. Hasan Keleş — Terminseite

Verwandte Beiträge: Masern · Sechste Krankheit · Impfkalender


Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt nicht Diagnose und Behandlung. Bei Bedenken zur Gesundheit Ihres Kindes wenden Sie sich unbedingt an eine Fachärztin oder einen Facharzt für Kinderheilkunde.

Uzm. Dr. Hasan Keleş — Facharzt für Kinderheilkunde, Gaziantep